Google hat mit der Integration von AI Overviews die Darstellung der Suchergebnisse verändert und löst damit einen messbaren Rückgang der klassischen Klickzahlen aus. Aktuelle Analysen zeigen deutlich geringere Klickraten für die Top-Positionen, was für Publisher, E‑Commerce und das Online-Marketing weitreichende Folgen hat.
Studienlage: Wie stark sinkt die Klickrate durch AI Overviews?
Mehrere Untersuchungen, darunter Auswertungen des Search Engine Journal und Analysen von Ahrefs, dokumentieren einen spürbaren Einbruch der organischen Klicks, sobald eine KI‑Zusammenfassung angezeigt wird. Konkret liegt der Rückgang der Klickrate für Position eins laut Datensätzen bei etwa 32 %, von 28 % auf 19 %.
Konkrete Zahlen und Quellen
Weitere Messwerte zeigen, dass Position zwei zwischen 2024 und 2025 von 20,83 % auf 12,60 % gefallen ist (≈39 % Rückgang). Für die Seiten auf Plätzen sechs bis zehn wurde hingegen eine Zunahme der Klickrate um rund 30,63 % im Jahr 2025 beobachtet. Ahrefs analysierte rund 300.000 Keywords und meldete einen Rückgang der Klicks um ungefähr 34,5 % bei Seiten, die von KI‑Zusammenfassungen betroffen sind.

Welche Suchanfragen und Formate sind am stärksten betroffen?
Die Verbreitung von Künstliche Intelligenz-gestützten Antworten hat sich schnell ausgeweitet: Im August 2024 gab es rund 10.000 Keywords mit KI‑Übersicht, im Mai 2025 bereits 172.855. Das zeigt, wie der Algorithmus die Sichtbarkeit bestimmter Themen priorisiert.
Informations‑ vs. transaktionsorientierte Suchanfragen
Studien weisen darauf hin, dass vor allem informative Suchanfragen und erklärende Themen in Richtung Zero‑Click‑Ergebnisse verschoben werden. Markenberichtete Einbußen bewegen sich je nach Branche zwischen 30 % und 60 %. MailOnline etwa dokumentierte, dass die CTR auf Desktop von rund 13 % ohne KI‑Antworten auf unter 5 % fällt, wenn eine KI‑Übersicht präsent ist.
Folgen für Suchmaschinenoptimierung, E‑Commerce und Online‑Marketing
Für die Praxis bedeutet das: Klassische Suchmaschinenoptimierung allein reicht nicht mehr. Unternehmen müssen Inhalte so gestalten, dass sie in KI‑Summaries berücksichtigt werden, und zugleich alternative Traffic‑Quellen stärken.
Strategien, Reichweite und Geschäftsmodelle
Google hat neben dem Kern‑Update im Juni 2025 außerdem seine Shopping‑Widgets erweitert und Kategorien wie „Beliebte Produkte“ oder „Unter X Preis“ ausgebaut. Das verschiebt Kaufentscheidungen innerhalb der SERP und reduziert externe Klicks — ein Trend, der in Berichten zu Zero‑Click‑SERPs und Traffic bereits thematisiert wird. Händler sollten ihre Datenanalyse und First‑Party‑Daten strategisch ausbauen, um Abhängigkeiten zu verringern; dazu gibt es konkrete Hinweise zur First‑Party‑Datenstrategie im E‑Commerce.
Technisch ist zudem die Bedeutung strukturierter Daten gestiegen: Wer seine Inhalte semantisch angreift, hat bessere Chancen, in KI‑Zusammenfassungen aufzutauchen. Empfehlungen zur Sichtbarkeit mit strukturierten Daten werden bereits für 2026 diskutiert und konkretisiert.
Die Entwicklung zeigt klar: Der Algorithmus verschiebt die Aufmerksamkeit der Nutzer. Wer seine Ranking-Ansätze anpasst, die Rolle von AI Overviews berücksichtigt und seine Online‑Marketing-Kanäle diversifiziert, bleibt sichtbarer. Beobachter erwarten, dass Google die KI‑Darstellungen weiter ausbaut — für Publisher und Händler heißt das, strategisch auf verändertes Nutzerverhalten und tiefergehende Datenanalyse zu setzen.






